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Kazakhstan – Kasachstan – Казахстан

Almaty

Die pulsierende Metropole am Hange des Tien Schan.

Im Süden Kasachstans befindet sich die ehemalige Hauptstadt Almaty. Früher bekannt wegen des höchstgelegenen Eisstadions der Welt ist die Stadt heute kulturelles Zentrum auch über die Grenzen Kasachstans hinaus. Neben dem schon genannten Eisstadion kann der Besucher die vielen Zentralasiatischen Märkte, angrenzende historische Grabstätten und die hervorragende Gastfreundschaft der Kasachen kennenlernen.
Die erste Bekanntschaft macht der Reisende meistens in der Nacht oder in den frühsten Morgenstunden, denn dann landen die meisten Auslandflüge, das ist schade, denn wenn man sich mit einem Inlandflug am Tag nähert sieht man vor sich die 4000 Meter hohen Berge des Tien Schan. Vom Flughafen fährt man mit dem Taxi in etwa zwanzig Minuten ins Stadtzentrum. Auf dem Weg ins Zentrum sieht man links am Berghang die gewaltige Fernsehantenne stehen, die beinahe von jedem Punkt in Almaty zu sehen ist. Bald taucht die zentrale Moschee mit ihrer blauen Kuppel vor einem auf, damit weiss man auch, dass Kasachstan ein vom Islam geprägtes Land ist. Es ist ein sehr gemässigter Islamischer Glaube und die Staatsreligion ist offiziell erst wieder möglich, seit dem Zerfall der Sowjetunion.

Geschichte

Alma-Ata bedeutet „Vater der Äpfel”. Die Stadt ging aus dem Fort Wernyj hervor, welches 1854 von den Russen gegründet wurde. 1921 wurde die Stadt offiziell in Alma-Ata umbenannt. Der Bau der Turksib-Eisenbahnlinie hat Almata-Ata an Bedeutung gewinnen lassen. 1993 nach der Unabhängigkeit Kasachstans wurde die Stadt in Almaty umbenannt. Bis 1998 war Almaty die Hauptstadt Kasachstans, aber auch nach dem Verlust der Hauptstadtfunktion blieb Almaty das Kulturelle, geschäftliche und wissenschaftliche Zentrum Kasachstans. Aktuell hat Almaty eine Einwohnerzahl von ca. 1.4 Millionen Menschen.

Sehenswertes

Dem Gast offenbart sich nach dem Verlassen des Hotels eine Stadt der Bäume (Papeln, Eichen und Birken) säumen die grossen Strassen, welche etwa dreissig Meter breit und Schachbrettartig angeordnet sind. Almaty lernt man am besten durch einen Spaziergang kennen, wenn man sich das Treiben und die Menschen um einen betrachtet, hat man eine Hauptsehenswürdigkeit der Stadt schon kennengelernt: Es sind die Menschen; ein unglaubliches Gemisch an Nationen, Sprachen und verschiedenartigen Kleidern. In den warmen Monaten, bis und mit Oktober und ausgehend vom April, findet das Leben auf der Strasse und in den unzähligen Restaurants, Kaffees und Bistros statt. Auch die vielen Pärke dienen jugendlichen und erholungssuchenden als Treffpunkt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Koktobe, das ist der Üetliberg Almatys. Mit einer Seilbahn fährt man auf den 1070 Meter hohen „grünen Hügel”. Von da kann man das grossartige Panorama, die Sicht über die Stadt bis in die Steppe hinaus geniessen. An Wochenenden oder Sommerabenden möchten das hunderte Andere ebenfalls nicht verpassen. Das schon erwähnte Eisstadion „Medeu” ist eine ganz spezielle Attraktion, mi t dem Bus kommt man billig, mit dem Taxi bequem zum auf 1609 Metern gelegenen Ort. Insgesamt kamen im Stadion mehr als 120 Eisschnelllauf-Weltrekorde zustande. Etwas oberhalb vom Eisstadion beginnt das Skigebiet Schymbulak, mit den sieben Skiliften kann man bis auf eine Höhe von 3163 Metern gelangen. Von November bis Mai kann man sich sportlich betätig. Ansonsten ist die Gegend ein sehr schönes wander und klettergebiet.

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Museen

Das eindrückliche Zentrale Staatliche Museum, welches schon durch seine grösse und die hellblaue Kuppel von weitem zu sehen ist, lohnt sich in jedem Falle eines Besuches. Von der Steinzeit über die Bronzezeit, in welcher in Kasachstan viele Fundstellen eine grosse Geschichte dokumentieren, bis hin zu den Khanaten und in die Neuzeit mit dem russischen Imperialismus kann sich der Besucher ein Bild von dieser Gegend machen, wo auch die Seidenstrasse mit einer Nebenroute durchführte. Ein Hauptexponat, von welchem aber nur eine Reproduktion zu sehen ist, weil sich das Original in Astana befindet ist der „Altyn Adam” der Goldene Mann. Seine Kleidung ein Lederkaftan mit nahezu 3000 goldenen Pailletten wurde unweit von Almaty gefunden, er stammt aus dem 4.Jahrhundert vor Christus und zusammen mit anderen Exponaten die aus der Zeit um 800 v.Ch stammen wird aufgezeigt, dass zu dieser Zeit auf kasachischem Territorium eine erstaunliche Hochkultur bestanden hat. Auch der berühmte Dzhingis Khan und die Goldene Horde sind ein wichtiges Kapitel in der kasachischen Geschichte. Das Museum der Volksinstrumente beim Panfilov-Park hat seinen speziellen Reiz, die Dombra kann in dutzenden Varianten betrachtet werden, aber auch Trommeln und Flöten fehlen nicht. Das Staatliche Kastejev Museum widmet sich der Bildnerischen Kunst und hat auch eine Sammlung von 1500 Exponaten kasachischer Kunst. Die russische Malerei des 18. Und 19. Jahrhunderts ist stark vertreten. Zudem gibt es immer auch eine wechselnde Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Des Weiteren gibt es ein Büchermuseum und Muchtar-Auezov-Museum, welches sich dem grossen kasachischen Schriftsteller widmet.

Märkte

Die lebhaftesten Plätze in Almaty sind sicher die grossen Märkte. Da fühlt man sich versetzt in die Zeit, als die Seidenstrasse noch in voller Blüte stand. Sehr zu empfehlen ist der grüne Basar, auf kasachisch „kök basar”, welcher sehr zentral gelegen ist. Da kann man Gemüse, Früchte, Gewürze, Süssigkeiten und auch CD’s kaufen. Der grösste Markt der Stadt liegt etwas ausserhalb. Der zieht sich über einen Kilometer an der Strasse entlang. In Frachtcontainern werden da Waren aus China, Kleider, Möbel, Bettwäsche und vieles Mehr Feilgeboten.

Quellenangaben: Text und Bilder stammen von Rafael Wiedenmeier

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Links zum Thema:

  • Wikipedia – Almaty
  • Almaty Airport (en)
  • Blog Fotos & Infos
  • Goethe Institut Almaty

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